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Agroscope ist das Kompetenzzentrum des Bundes für die landwirtschaftliche Forschung und forscht für ein nachhaltiges, resilientes Agrar- und Ernährungssystem, eine gesunde Ernährung mit hochwertigen Lebensmitteln und für eine intakte Umwelt zum Nutzen von Gesellschaft, Politik und Praxis. Die Aufgaben von Agroscope umfassen
- anwendungsorientierte Grundlagenforschung für die Weiterentwicklung der Sektoralpolitiken der Land- und Ernährungswirtschaft,
- anwendungsorientierte Grundlagenforschung für die Praxis,
- angewandte Forschung und Entwicklung von Produkten und Methoden für die Akteure der Land- und Ernährungswirtschaft,
- Wissensaustausch und Technologietransfer mit Praxis, Beratung, Wissenschaft, Lehre und Öffentlichkeit.

Des Weiteren führt Agroscope im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben Vollzugsaufgaben durch und unterstützt das BLW in Form von Entscheidungsgrundlagen für die Gesetzgebung.

In ihrer Forschung für die Praxis zielt Agroscope darauf hin, der Land- und Ernährungswirtschaft einen direkten Nutzen zu erbringen. Insbesondere in den Leuchtturm-Themen legt Agroscope grossen Wert auf die Ergebnisse der Projekte für die Praxis. Die folgenden Kurzbeschreibungen sind eine Auswahl unter vielen Projekten aus AgroSCOPE, dem Jahresbericht 2016.




Insect-Monitoring jetzt online

Seit dem Frühjahr 2016 kann man auf www.agrometeo.ch kostenlos den Flugverlauf der wichtigsten Schädlinge im Obst- und Rebbau abrufen. Insect-Monitoring erlaubt es allen, die Aktivität eines Schädlings örtlich wie zeitlich anzuschauen. So kann man auf einfache Weise einen Überblick über die Schädlingssituation innerhalb einer Region, eines Kantons oder eines Landesteils gewinnen. Dieses von Agroscope neu entwickelte Werkzeug ermöglicht eine noch gezieltere und nachhaltigere Schädlingsbekämpfung.

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Qualität und Reifung von Käse beeinflussen

Der Arginin-Deiminase-Stoffwechsel (ADI) ist in verschiedenen Milchsäurebakterien anzutreffen; dabei wird Arginin zu Ornithin, Ammoniak und CO2 abgebaut. Aus verschiedenen Agroscope-Studien geht hervor, dass der Stoffwechsel eine wichtige Quelle für die CO2- und Lochbildung, aber auch für die Aromabildung und die Reifung in Käse darstellt. In Käseversuchen mit Ornithin-bildenden Kulturen hat sich gezeigt, dass sie Reifung und Qualität von Käse wesentlich beeinflussen.

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Holzwolle statt Plastik

Naturbelassene Holzwolle kann in Handel und Verkauf eine nachhaltige Alternative zu synthetischem Packmaterial sein. Laborversuche von Agroscope zeigten, dass Holzwolle zu einer Wachstumshemmung und einer reduzierten Überlebensrate gewisser Bakterien und Pilze führen kann. Allerdings waren diese Effekte nicht bei allen Mikroorganismen oder Versuchsbedingungen nachweisbar. In Praxisversuchen konnte Holzwolle zu einer besseren Haltbarkeit von Äpfeln, Erdbeeren und Tomaten beitragen.

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Varroabehandlung in milden Wintern

Bei warmem Winterwetter kann es vorkommen, dass die Bienenkönigin die Eiablage fortsetzt und die Winterbehandlung gegen die Varroa wenig wirkt. Versuche zeigten, dass die Varroa in den Brutzellen deutlich vertreten war. Demnach sollte man die Völker auch in milden Wintern im brutfreien Zustand mit Oxalsäure behandeln. Falls nötig, ist die Winterbrut zu vernichten. Alternativ dazu kann die Königin während 25 Tagen eingesperrt werden. So wird sie an der Eiablage gehindert, und das brutfreie Volk kann behandelt werden.

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Neue Grundlagen für die Düngung

Die «Grundlagen für die Düngung landwirtschaftlicher Kulturen in der Schweiz» (GRUD) dienen in erster Linie der landwirtschaftlichen Beratung, aber auch Landwirtinnen und Landwirten bei praktischen Düngungsfragen. Die GRUD werden zudem von Forschenden, politischen Entscheidungsträgern und für den Vollzug genutzt. Für 2017 erarbeitete Agroscope eine Neuauflage der GRUD. Erstmals werden Düngungsangaben für Ackerbau, Futterbau und Spezialkulturen in einem modular aufgebauten Gesamtwerk angeboten.

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Literatur
AgroSCOPE – Online-Magazin und Jahresbericht und Agroscope Leuchttum-Themen

Michael Weber, Agroscope
Anton Stöckli, BLW, Fachbereich Forschung, Beratung, Evaluation, anton.stoeckli@blw.admin.ch

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